Der zwölfte Fastentag
Donnerstag 12.07.2007
Übermorgen, also am Samstag, möchte ich Fastenbrechen durchführen. 14 Tage Fasten sind in diesem Jahr genug. Somit muß ich mir heute schon einmal Gedanken darüber machen, was ich morgen einkaufe, um dann am Wochenende auch die entsprechenden Nahrungsmittel im Haus zu haben. Das Fastenbrechen selbst geschieht im Laufe des Vormittag mit einem saftigen und süßen Apfel. Gegen Abend werde ich mir dann eine Kartoffelsuppe zubereiten, dazu eine Scheibe Knäckebrot. Viel Wasser und Tee den Tag über.
Auch in Zukunft, beginnend mit dem zweiten Aufbautag, möchte ich die Angewohnheit beibehalten, nicht zu frühstücken. 2 Glas Tee mit Honig sind vollkommen ausreichend. Ein Stück Obst am Vormittag vielleicht. Gegen abend gibt es am Sonntag dann die bei den Rezepten aufgeführte Tomatensuppe und zwei Scheiben Knäckebrot. Wasser und Tee. Ab dem dritten Aufbautag gibt es dann auch wieder Müsli.
Die Aufbautage, also die Nachfastenzeit, sind eine Weichenstellung für die künftige Ernährung. Ich muß lernen, wieder zu essen. Der Aufbau meiner Kost ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Fastenzeit und erfordert daher meine volle Aufmerksamkeit. Mein Körper stellt sich schneller auf das Fasten ein als umgekehrt, wenn die Esserei wieder los geht. In der Zukunft sollte ich wenig, dafür aber möglichst vollwertiges Essen zu mir nehmen. In Ruhe essen, jeden Bissen genießen. Schon nach kurzer Zeit werde ich mich satt und zufrieden fühlen. Jetzt besteht die Chance für mich, meine Eß- und Trinkgewohnheiten mal kritisch unter die Lupe zu nehmen und ggf. abzulegen, was sich als ungünstig herausstellt.

Also geht es morgen früh auf meinem üblichen Rundgang zur Post auch an den Stand des Gemüsebauern, der immer am Freitag in der Fußgängerzone steht. Hier bin ich mir (fast) sicher, frisches Obst und Gemüse aus relativ naturbelassenem Anbau zu erhalten. Im Reformhaus könnte ich das natürlich auch, wenn auch weit aus teurer. Nur ob auch überall Bio drin ist, wo Bio drauf steht - da bin ich mir nicht sicher. Das ist aber bitte meine ganz persönliche Meinung.
Nach wie vor geht es mir gut. Mir ist mal wieder klar geworden, daß ich recht gut leben und meiner Arbeit als Hausverwalter nachgehen kann, ohne regelmäßig essen zu müssen. Ich bin lebens- und leistungsfähig. Ich bin nicht unbedingt abhängig von Nahrung. Es geht eben auch anders, jedenfalls für eine gewisse Zeit. Nicht verzichten könnte ich allerdings auf Wasser, das ist nun tatsächlich lebensnotwendig. Trotz allem, eine angenehme Erkenntnis!
