Der siebte Fastentag
Samstag 07.07.2007
Die erste Fastenwoche liegt nun hinter mir. Es geht mir gut und ich fühle mich nach wie vor wohl. Mein Blutdruck ist verständlicherweise etwas in den Keller gegangen, ich spüre das an kalten Händen und Füßen, die bei normaler Durchblutung weit aus wärmer sind. Ich denke, es ist jetzt erst einmal an der Zeit zu klären, was Fasten überhaupt bedeutet:
Am einfachsten ist es, wenn ich das Fasten als eine naturgegebene Form menschlichen Lebens betrachte. Dies bedeutet, das mein Organismus sich von innen heraus selbst ernährt und so eine Zeit gut leben kann. Menschen wie ich, die sich frei entscheiden können, sehen Fasten als eine selbständige Verhaltensweise an. Fasten ist für mich als Mensch allumfassend, Körper, Geist und Seele sind davon betroffen. Um in Form zu bleiben bzw. wieder fit zu werden bietet sich Fasten als eine hervorragende Gelegenheit an. Falls es nötig ist, ich denke da z. B. an Suchtkranke Mitbürger, ist Fasten auch ein geeigneter Anlaß, seine Lebensweise zu ändern.
Und hier nun wie versprochen die restlichen 6 Tips, um mich nach dem Fasten gesünder zu ernähren:
- Es ist wichtig, das tägliche Angebot an Eiweiß breit zu fächern. Bei vollwärtiger Mischkost schlage ich vor: Zwei Drittel aus Pflanzen und Getreide; ein Drittel aus Milchprodukten und Eiern, Fleisch und Fisch. Für Vegetarier empfehle ich: Zwei Drittel aus Pflanzen und Getreide; ein Drittel aus Milchprodukten und Eiern, Soja, Hefe und Nüssen.
- Jetzt ist angesagt, auf die richtige Zusammensetzung meiner Nahrung zu achten. Ich denke da an 12 - 15 % aus Eiweiß, 30 - 35 % aus Fett und etwa 50 - 60 % aus Kohlenhydraten. Das paßt. Jede Art von "Mast" ist schädlich für mich!
- Die Getränke sollte ich sinnvoll wählen. Was mein Körper tatsächlich gebraucht, ist klares gutes Wasser. Fruchtsäfte sind kalorienreich und werden von mir deshalb zur Hälfte mit Wasser verdünnt. Kräutertees führen auch eine geschmackliche Veränderung herbei und haben außerdem noch natürliche heilende Eigenschaften. Den Kalorien- und Eiweißgehalt von Milch muß ich in mein tägliches Budget mit einrechnen, da Milch so gesehen ein Nahrungsmittel ist. Schwarzer Tee und Kaffee sind Stimulanzen und werden von daher nur noch zur Anregung benötigt. Spirituosen, Wein und Bier sind als Durstlöscher nicht zu gebrauchen. Ich siedele sie mehr bei den Rausch- und Genußmitteln an. Außerdem machen sie dick.

- Es kommt mehr auf die Qualität, als auf die Quantität an. Fleisch, Geflügel und Eier sollten daher niemals aus der Mast- oder Käfighaltung kommen. Tiere, die Auslauf im Freien haben und natürlich ernährt werden, sind zu bevorzugen. Bei Obst und Gemüse achte ich darauf, das es kompostgedüngt ist. Es schmeckt nicht nur weit aus besser sondern ist auch länger haltbar. Kunstgedüngtes und mit Spritzmitteln behandeltes kommt mir nicht mehr ins Haus.
- Ebenso ist es für meine Gesundheit ausschlaggebend, die Speisen so naturbelassen wie möglich zu essen. Ohne eingreifende Verfahren. Ohne chemische Schönungs- und Konservierungsmittel. Die Zubereitung soll so schonend wie es nur geht erfolgen.
- Was die Frische betrifft, am liebsten gleich aus dem Garten auf den Tisch. Je kürzer die Zeit zwischen Ernte und Verzehr, je besser ist der Geschmack und die Bekömmlichkeit. Frisches Obst und Gemüse ist in jedem Falle wertvoller als Konservenware.
Wenn ich nun Willens und bereit bin, mich an diese 12 Empfehlungen zu halten, dann werden nicht nur mein Organismus und meine Verdauung mir dankbar dafür sein. Diese Art der ausgewogenen und wohlüberlegten gesunden Ernährung hat mit Sicherheit auch Einfluß auf meinen Geist und meine Seele.
