Der erste Fastentag
Sonntag 01.07.2007

Da heute Sonntag ist, bleibe ich ein wenig länger im Bett, als sonst üblich. Es geht mir gut, ich fühle mich wohl. Auf meiner Zunge hat sich bereits ein leichter Belag gebildet, der während der kommenden Tage noch dichter wird, das ist aber kein Grund zur Besorgnis sondern beim Fasten ganz normal. Mit der Zahnbürste läßt er sich vorrübergehend beseitigen, wenn nötig. Ebenso entwickelt sich jetzt ein intensiverer Körpergeruch, als ich es sonst gewohnt bin. Ein sicheres Zeichen dafür, daß mein Körper die Zeichen der Zeit erkannt hat: "Jetzt wird gefastet!"

Zahnbürste

Zum "Frühstück" hat es wieder, wie schon seit Jahren üblich, zwei Glas Tee mit Honig gegeben. Wie ebenfalls seit Jahren gewohnt (!) hat es auch heute wieder ganz ohne Schwierigkeiten mit der anschließenden Darmentleerung geklappt. Wie aus der Tabelle zu ersehen ist, sind es schon 200 Gramm weniger als gestern. Selbstverständlich werde ich in der kommenden Zeit nicht an jedem Tag einen Gewichtsverlust verzeichnen können. Es wird auch Tage geben, wo mein Gewicht so bleibt wie es ist.

Die Fastenzeit ist immer wieder ein willkommener Anlaß, meine Eß- und Trinkgewohnheiten auf einen gesünderen Level als bisher umzustellen. In erster Linie denke ich da an Pommes, Fastfood, Fleisch, Cola und Süßigkeiten wie aber auch an Buttercremetorte und Schlagsahne. Also fasse ich an dieser Stelle den Vorsatz, nach dem Fasten eine gesündere Ernährung bei mir anzufangen. Mehr frisches Obst, öfters mal einen Rohkostsalat, nicht mehr so viel, bis der Bauch kurz vorm Platzen ist, sondern nur noch so viel, wie benötigt wird. - Mal sehn, was aus dem Vorsatz wird.

Gesundheit, Ernährung und Verdauung gehören zusammen, sind voneinander abhängig und lassen sich von daher nicht trennen. Aus diesem Grund werden wir uns heute, wie auch in den kommenden Tagen ausführlich mit dieser Thematik beschäftigen. Ein sehr schönes Büchlein zur Begleitung während der Fastenzeit ist »Das Friedensevangelium der Essener, Buch I« von Dr. E. Bordeaux Sze'kely, erschienen im Mandala Media Verlag, aus dem ich hier einmal zitieren möchte:

Jesus sagte: Ihr versteht die Worte des Lebens nicht mehr, weil Ihr im Tode seid. Dunkelheit trübt eure Augen, und eure Ohren sind mit Taubheit verstopft. Denn ich sage euch, es nützt euch nichts, über toten Schriften zu brüten, wenn ihr mit euren Taten jenem verneint, der euch die Schriften gab. Wahrlich, ich sage euch, Gott und seine Gesetze finden sich nicht in euren Taten. Sie finden sich nicht in Schlemmereien und Trunkenheit, noch in liederlichem Leben oder Lüsternheit, noch in der Suche nach Reichtümern, noch im Haß auf eure Feinde. Denn alle diese Dinge kommen aus dem Reich der Dunkelheit und vom Herrn allen Übels.

Und all diese Dinge tragt ihr in euch selbst; und so dringen das Wort und die Macht Gottes nicht in euch ein, weil alle möglichen Übel und Abscheulichkeiten ihre Wohnung in eurem Körper und eurem Geist haben. Wenn ihr wollt, daß das lebendige Wort Gottes und seine Macht in euch eindringen kann, dann beschmutzt nicht euren Körper und euren Geist; denn der Körper ist der Tempel des Geistes, und der Geist ist der Tempel Gottes. Darum reinigt den Tempel, damit der Herr des Tempels darin wohnen und einen Platz einnehmen kann, der seiner wert ist.

Und von allen Versuchungen eures Körpers und Geistes, die von Satan kommen, zieht Euch zurück unter den Schatten von Gottes Himmel.

Erneuert euch und fastet. Denn ich sage euch wirklich, daß der Satan und seine Plagen nur durch Fasten und Beten ausgetrieben werden können. Bleibt allein und fastet und zeigt euer Fasten keinem Menschen. Der lebendige Gott wird es sehen, und groß wird die Belohnung sein. Und fastet, bis Beelzebub und alle seine Übel euch verlassen und all die Engel eurer Erdenmutter kommen und euch dienen. Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht fastet, werdet ihr euch nie aus der Macht des Satans befreien können und von allen Krankheiten, die Satan verursacht. Fastet und betet inbrünstig und sucht die Macht des lebendigen Gottes für eure Heilung. Meidet die Menschensöhne während des Fasten's und sucht die Erdenmutter, denn der Suchende wird finden.

Für mich geht daraus ganz klar und eindeutig hervor, das eine unausgewogene Ernährung Übel und Krankheit nach sich zieht. Wenn ich das weiss, dann habe ich die Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen! Tschüss, bis morgen.