Entlastungstag
Samstag 30.06.2007

Den ersten Tag einer Fastenzeit nennt man den Entlastungstag oder man sagt auch Obsttag dazu. Ich beginne diesen ersten Tag, wie ich es schon seit langem gewohnt bin, mit zwei Glas Tee, die ich jeweils mit einem Löffel Wildblütenhonig süße. Diesen leckeren Honig habe ich von Freunden erhalten. Im Anschluss daran, oftmals auch schon bevor ich den Tee ausgetrunken habe, ist es bei mir soweit, dass ich auf den "Topf" kann, um mich des überflüssigen Ballastes zu entledigen. Ich sollte an dieser Stelle vielleicht erwähnen, das ich vor einiger Zeit schon einmal eine Rohkosttherapie durchgeführt habe (siehe Fachzeitschriften). Hat mir sehr gefallen und ist mir auch sehr gut bekommen. Seit dieser Zeit jedenfalls esse ich morgens nichts mehr zum Frühstück. Es sei denn ab und zu am Wochenende mal ein bis zwei leckere Brötchen und ein Tickei. Heute hat es zum Frühstück außer dem Tee auch noch einen Apfel und eine Hand voll Weintrauben gegeben.

Obstschale

Dieser Entlastungstag oder Obsttag ist sehr wichtig, weil auf diese Weise das Letzte, was im Darm verbleibt, Obstreste, also Zellulose sind, die nicht so leicht gären wie z.B. Getreide (Glucose) oder faulen wie Fleisch (Eiweiß). Faulende und gärende Restbestände veranlassen den Körper zu Blähungen, Durchfällen und gegebenenfalls Kopfschmerzen. Sollte es Ihnen nicht so leicht fallen wie mir, sich morgens in der Frühe bereits Ihrer Exkremente zu entledigen, so möchte ich Ihnen an dieser Stelle ein paar Tipps geben, die Ihnen womöglich dabei helfen können:

  1. Wenn sich also von selbst noch nichts getan hat, so besteht die Möglichkeit, mit einem achtel Liter Sauerkrautsaft erfolgreich nachzuhelfen.


  2. Des weiteren können Sie, wenn auch etwas radikaler, ca. 30 Gramm Glaubersalz in ½ l warmen Wasser auflösen und innerhalb von 10 Minuten trinken. Dies wird in den nächsten Stunden zu durchfallartigen Darmentleerungen führen. (Schmeckt scheußlich)


  3. Eine weitere Möglichkeit ist ein Einlauf, den Sie unter Zuhilfenahme eines Klistierbehälters, den Sie samt Gebrauchsanweisung in der Apotheke erhalten, durchführen können.

Das mit dem Glaubersalz habe ich selbst einmal probiert - schmeckt scheußlich und die anschließende Rennerei zur Toilette ist auch nicht gerade angenehm. Somit bin ich dazu übergegangen, der Sache ihren natürlichen Lauf zu lassen. Wenn es nun ein paar Tage länger dauert, bis der Darm völlig entleert ist, fügt mir das auch keinen Schaden zu.

Zum Mittag habe ich eine Banane gegessen. Im Verlauf des Tages eine Flaschen Mineralwasser (1 l) zwei Becher Gemüsebrühe und noch mal zwei Glas Tee mit Honig getrunken. Das mit dem Honig ist nicht nur lecker, weil es gut schmeckt, sondern auch noch gesund, weil er einen größeren Harnsäureanstieg verhindert. Das Trinken wird nun sehr wichtig. Es kann Ihnen gar nicht passieren, dass Sie zuviel trinken, eher zu wenig. 1 ½ l am Tag sollten es wenigstens sein. Je mehr, je besser. - Ob Sie nun Kräutertees, Säfte, Gemüsebrühe oder Wasser trinken, oder alles abwechselnd und zusammen bleibt Ihnen überlassen. Ich richte mich da ganz nach meinem Geschmack. Mein Körper benötigt in dieser Zeit sehr viel Flüssigkeit, um die Schlacken und Giftstoffe lösen und ausscheiden zu können - wie bei jeder gründlichen Reinigung , so ist auch hier gründliches Spülen notwendig. Je mehr ich trinke, je mehr kann an Schlacke und Giftstoffen abgebaut werden. Wenn dies nun zur Folge hat, das es dadurch zu einer natürlichen Darmentleerung kommt, so kann ich getrost auf die vorhin beschriebenen Hilfsmittel verzichten.

Der schlafende Rolf

Durch die Umstellung, die sich gerade bei mir vollzieht, habe ich ein größeres Bedürfnis nach Ruhe als sonst. Also nehme ich sie mir, so wie hier dieses Wichtelmännchen, und verordne mir somit einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Meiner Leber zuliebe könnte ich mir jetzt auch noch einen warmen Leibwickel machen, da ihr im Augenblick die Hauptentgiftungsarbeit zufällt und Wärme die Stoffwechselprozesse noch mehr anregt. Allein durch das Hinlegen ins warme Bett steigt die Leberfunktion schon bis zu 40 %. Ich mache keinen Leibwickel - Sie dürfen aber, wenn Sie denn möchten. Zum Abend gab es dann noch einen Apfel und Weintrauben, was nun bis auf weiteres das Letzte war, was ich gegessen habe.

Da ich nicht nur für meinen Körper etwas tun möchte, sondern auch für Geist und Seele, habe ich mir ein Buch herausgesucht, das ich schon seit geraumer Zeit einmal lesen wollte. jetzt habe ich die Muße dazu.








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