Fastenbrechen
Samstag 14.07.2007

So, das mit dem Fastenbrechen hat ganz gut geklappt. Zum Frühstück habe ich wie gewohnt eine Kanne Darjeeling Tee gekocht und mir einen Löffel Honig zum Süßen in's Glas hineingegeben. Von heute ab werden nur noch die ersten beiden Glas Tee am Morgen gesüßt, den restlichen Tee im Laufe des Tages trinke ich dann ungesüßt. Mir schmeckt es auch so recht gut. Nach dem ersten Glas war es dann soweit, ein Apfel. Hm, der hat vielleicht geschmeckt! Wie angekündigt habe ich ihn sehr gut zerkaut und anschließend auf der Zunge zergehen lassen. Welch ein Genuss.

Der erste Biss

Am Vormittag haben wir dann einen kleinen Spaziergang unternommen und im weiteren Verlauf habe ich in meinem Buch das nächste Kapitel gelesen. Früh am Nachmittag habe ich mir eine Banane zu Gemüte geführt. Auch die war recht lecker, nach so langer Zeit der Entbehrung. Anmerken sollte ich hier vielleicht, das sich mein Trinkverhalten jetzt wieder dahingehend ändert, daß ich mehr Tee und weniger Wasser zu mir nehme. Die Brühe bleibt ganz weg. Trotzdem will ich mir aber angewöhnen, wenigstens einen Liter Wasser pro Tag zu trinken, damit die Entschlackung meines Körpers auch für die Zukunft weitestgehend sichergestellt ist. Es folgt eine zweistündige Mittagsruhe in waagerechter Position.

Banane

Am späten Nachmittag habe ich mich in die Küche begeben und bin angefangen, das Gemüse zu putzen. Es hat mir Freude bereitet, wohlüberlegt, wenn auch nach Rezept, diese Gemüsesuppe zuzubereiten. Was die Zutaten anbetrifft so habe ich von der Menge her natürlich etwas übertrieben, weshalb ich auch nicht mit einem Liter Wasser ausgekommen bin, sondern noch einen halben hinzufügen mußte. Eine halbe Stunde bei schwacher Hitze gekocht, fertig. Und lecker geschmeckt hat sie auch. Ganz ohne Fleisch oder andere tierische Fette. Es geht auch so.

Im weiteren Verlauf des Abends habe ich noch Tee und Wasser getrunken. Mir ist alles gut bekommen, keine Fastenbeschwerden. Jetzt, wo es an den Wiederaufbau geht, sollte ich mich auch kritisch mit meinen alten Eß- und Trinkgewohnheiten auseinander setzen. Deshalb möchte ich mir für dir Zukunft schon einmal drei Essensregeln einprägen:

  1. Ich will mir Zeit beim Essen nehmen. Will nicht auf die Uhr schauen. Meine Essenszeiten sollen der wichtigste Termin sein, den ich wahr zu nehmen habe.


  2. Ich will mein Essen gründlich kauen. Mir ist bekannt, das die Verdauung bereits im Mund beginnt. Jeden Bissen so lange kauen, bis er flüssig ist. Niemals schlingen, das ist schädlich.


  3. Ich will mein Essen in der Stille zu mir nehmen, schweigend und auch ohne jegliche äußere Geräuschkulisse. Nur so ist es mir möglich zu genießen und auch eine Sättigung zu erfahren. Erst dann kann ich befriedigt wieder aufstehen.

Abschließend wäre vielleicht noch zu sagen, daß ich für mich ganz persönlich herausgefunden habe, das die warme Jahreszeit zum Fasten weit aus besser geeignet ist, als die Wintermonate. Folgedessen werde ich voraussichtlich im kommenden Januar nicht wieder Fasten, sondern statt dessen eine "Rohkosttherapie" durchziehen. Ich glaube, das bekommt mir besser. Ich werde darüber berichten. Die kommenden Aufbautage werden aber auch noch ausführlich dokumentiert.